Was Politik und Schulen tun

In Nordrhein-Westfalen: Handyregeln an allen Schulen Das NRW-Schulministerium hatte alle öffentlichen Schulen aufgefordert, bis Herbst 2025 eigene, altersgerechte Regeln für die private Handynutzung verbindlich in ihre Schulordnung aufzunehmen. Welche Regeln an der Schule Ihres Kindes gelten, erfahren Sie dort.

In Solingen: Fünftklässler ohne Social Media Seit dem Schuljahr 2025/26 verzichten die fünften Klassen in Solingen stadtweit auf TikTok, Instagram und Snapchat – auch in der Freizeit. Grundlage sind Vereinbarungen, die Schulen und Eltern unterschreiben. Die erste Bilanz nach einem halben Jahr war überwiegend positiv: Laut Stadt spielen die Kinder in den Pausen wieder mehr miteinander.

Im Bund: Expertenkommission empfiehlt Altersgrenze 13 Die von der Bundesregierung eingesetzte unabhängige Expertenkommission “Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt” hatte im Juni 2026 insgesamt 56 Empfehlungen vorgelegt. Dazu gehört eine Altersgrenze von 13 Jahren für soziale Medien, verbunden mit einer wirksamen Altersprüfung und abgestuften Schutzregeln bis 18 Jahre. Ausnahmen soll es für nachweislich kindgerechte und risikoarme Angebote geben - darunter auch Messenger. Der Abschlussbericht wurde im September 2026 veröffentlicht. Bundesfamilienministerin Karin Prien hat angekündigt, eine gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren auf den Weg bringen zu wollen. Ein Gesetz gibt es bisher noch nicht.

Was heißt das für uns? Bis ein Gesetz gilt und Altersprüfungen wirklich funktionieren, kann es dauern. Bis dahin liegt es an uns Eltern - und gemeinsam geht das leichter!